(Kein) Umzug nach Altona?!

Bevor uns die mediale Welle der Empörung erreicht wollen wir hier kurz dokumentieren, wie sich „die Sache mit Altona“ aus unserer Sicht am Montag Nachmittag darstellt. In guter Choreographie setzen uns Senat, Behörde und Bezirk massiv unter Druck, bis heute 14 Uhr eine blinde Zusage für einen Umzug auf eine nicht geeignete Fläche zu geben – ohne zu wissen, wo wir letztendlich landen werden. Dem haben wir entgegnet:

„(..) Gerne nehmen wir das Angebot an, unseren Umzug in die Wege zu leiten und bis Donnerstag auf dem Holstenkamp zu sein. Vorraussetzung für einen Umzug ist für uns jedoch, dass im Vorraus eine (längerfristig) für uns geeignete Fläche gefunden worden ist, und wir die schriftliche Zusicherung haben, dort nach einer Übergangszeit auf dem Holstenkamp hinziehen zu können.
Möglicherweise ist diese Entscheidung für Sie nicht nachvollziehbar. Insbesondere durch die immer wieder ohne Ergebnis endenden Verhandlungen im Laufe des letzten Jahres ist unsere Skepsis jedoch zu gross geworden um ihr durchaus verlockendes, aber für uns nicht abgesichertes Angebot anzunehmen, und umzuziehen ohne eine sichere Perspektive auf einen langfristig geeigneten Platz zu haben (..)“

Allerdings scheint die Sozialdemokratie in Hamburg nicht gewillt oder in der Lage, eine wirkliche Perspektive für das Projekt Zomia zu schaffen: Weder sei in der Kürze der Zeit eine Fläche abschließend geprüft, noch sei der Räumungswillen des Bezirks Mitte aufzuhalten.

Zum aktuellen Zeitpunkt spitzt sich die Lage also zu: Gegen 17 Uhr entscheidet der Eingabenausschuss über unsere Petition (mit SPD-Mehrheit…) und anschließend stellen wir uns auf den großen Irrsinn ein: Eine Wagenplatz-Räumung trotz Willkommensgruß, weil „Standorte nicht abschließend geprüft“ werden können und eine Räumung auch nicht aufgehalten werden wird.

Legt Eure Handys neben das Kopfkissen; wir halten Euch informiert!

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