Update 16.50: Zomias Verdopplung bislang ein Erfolg: Die Verhältnisse wurden offen gelegt, Stadt Hamburg offenbart Haltung gegen Wagenplätze.

„Interessant“ als Alternative sei die Fläche in der Schützenstraße, so hieß es bis gestern abend von der SPD-Altona im Gespräch. „Informationen“ zu bekommen und die Fläche „zu prüfen“ würde leider zu lange dauern, hieß es weiter. Vor Donnerstag könne man das vergessen, aber ein Ultmatium brauche es trotzdem. Deshalb solle Zomia zur nicht geeigneten Fläche am Holstenkamp fahren, um das nicht sachliche, sondern politisch SPD-intern gesetzte Ultimatum einzuhalten. Danach würden dann sicherlich Flächen geprüft, gesucht, gefunden, akzeptiert…..

Was ist da dran? Sucht die Stadt eine Lösung für Zomia?
Nachdem Zomia die Fläche an der Schützenstraße nun mit einer öffentlichkeitswirksamen Aktion zur Prüfung für einen neuen Wagenplatz vorgeschlagen hat, gab es auf einmal sehr schnell Informationen über die Fläche.

Die Stadt hätte nun zeigen können – nachdem Zomia wie immer wieder seitens der SPD gefordert die Altonaer Bezirksgrenzen überfahren hatte – , dass die Angebote, eine echte längerfristige Lösung für einen neuen Wagenplatz in Hamburg zu suchen mehr als Lippenbekenntnisse waren. Aktuell hat Altona jedoch die heutige Aktion nicht konstruktiv genutzt: Was Markus Schreiber in Mitte ein Jahr lang nicht durfte wird nun von Altona angedroht: Die Räumung des Wagenplatzes in der Schützenstraße stünde nun (16.30) unmittelbar bevor. Dies wurde mit einem massiven und demonstrativen Aufgebot an Polizisten und Gerät gegen die kickernden und Kaffee trinkenden Menschen unterstrichen.

Die einzige Alternative sei der Holstenkamp, hieß es auch heute wieder. Dies führt die Versprechungen, eine langfristige Alternative für Zomia sollte gesucht werden, ad absurdum. Worum geht es denn eigentlich? Geht es Altona darum, eine Lösung zu finden? Ging es denn jemals darum? Oder geht es vielmehr darum, einen SPD-internen Bruch zu vermeiden und Markus Schreiber mit seiner kategorischen Anti-Wagenplatz Haltung im gesamten Bezirk Mitte den Rücken frei zu halten? Nach dem Motto: Wenn sie erstmal aus Mitte weg sind, krägt kein Hahn mehr nach ihnen?

In Wilhelmsburg, im Bezirk Mitte, steht „Zomia A“ auf einer perfekt geeigneten Fläche, die nicht verplant ist. Wenn es in Altona keine Fläche gibt ausser eine selbst von der SPD als ungeeignet befundene, warum sollen wir da hin? Ist es glaubwürdig, was in den letzten Tage und Wochen in der Presse versprochen wurde hinsichlich einer langfristigen Lösung?

Dies wird sich nicht nur der Bezirk Altona, sondern auch der Bezirk Mitte, sowie der im Hintergrund agierende Senat fragen lassen müssen.

Die symbolische Aktion auf der Schützenstraße wird in diesen Minuten unter massiver Polizeipräsenz beendet. Der Altonaer Willkommensgruß besteht aus Polizeihundertschaft, „Räumpanzer“ und Strafanzeige.
Eine Demo startet von der Schützenstraße
zum Altonaer Rathaus.
ZUR SBAHN STERNSCHANZE.

Zomia bleibt!

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