Zur aktuellen Berichterstattung

Wie einige Zeitungen heute berichten, haben wir am vergangenen Freitag das wöchentliche Verhandlungsgespräch mit Altonaer Politik und Verwaltung vorzeitig verlassen. Der Grund war unsere massive Unzufriedenheit mit dem Verhalten der SPD in dieser Runde: Von einer konstruktiven, wohlwollenden Suche nach einem längerfristigen Standort für Zomia kann aus unserer Sicht leider keine Rede sein – statt dessen wiederholen sich die bekannten taktischen Winkelzüge, durchsichtigen Scheinargumente und väterliche Bevormundung.

Seit nunmehr acht Wochen gibt es in Altona eine Diskussion, wohin der Wagenplatz Zomia denn für die kommenden Jahre könne. Die aktuelle Übergangslösung am Holstenkamp ist ungeeignet und soll noch in diesem Jahr bebaut werden. Im Januar hatten wir uns mit Verwaltung und Politik auf drei gut geeignete Flächen verständigt, bei denen noch technische Details zu klären waren.

Zwei der Flächen sind bereits vorgeblich an Wirtschaftspolitik und unwilligem Eigentümer gescheitert. Die SPD Altona stellt sich nun mit einer Entscheidung auf ihrer Fraktionssitzung am vergangenen Donnerstag auch noch der letzten verbliebenen Fläche in den Weg: ein Teil der sogenannten „Brammerfläche“ an der Max-Brauer-Allee (zwischen „Central Park“ und Lippmannstraße) soll aus politischen Gründen nun auch nicht für einen Wagenplatz zur Verfügung stehen. Sachargumente werden vorgeschoben und können Eins aufs Andere durch uns entkräftet werden. Auch der Koalitionspartner der SPD in Altona, die GAL, hat sich für Zomia auf der Brammerfläche ausgesprochen – ebenso wie Nachbar_innen und viele Anwohner_innen im Viertel die Idee begrüßen und der Flächeneigentümer (Finanzbehörde) Akzeptanz siganlisiert.

Wir können fast schon Textzeilen aus unseren Erfahrungen mit dem Bezirk Mitte vergangenen Herbst hierher kopieren: „Um uns als störrischen Esel hinzustellen wird nun eine ‚perfekte Lösung‘ als goldenes Kalb präsentiert“: Hinter die Autobahn auf einen HSV-Parkplatz soll Zomia bitte ziehen, dann wäre die Welt in Ordnung und die „Einigung“ endlich gefunden. Doch weder entspricht dieser „Vorschlag“ den eigenen Zusagen, welche die SPD dem Wagenprojekt im Dezember gegeben hat, noch halten wir solche Ideen für ernstzunehmend, wenn zeitgleich aus diffusen Ängsten und unausgesprochenen Ressentiments unsere eigenen Vorschläge ohne glaubhafte Begründung abgelehnt werden.

Da diese vorläufige Ablehnung jedoch sowohl innerhalb der SPD höchst umstritten ist, als auch innerhalb der Altonaer Bezirksversammlung eventuell gar keine Mehrheit bekommen wird, bleibt alles offen. Das nächste Freitagsgespräch wird jedenfalls erst nach der anstehenden Bezirksversammlung (23.2., öffentlich) stattfinden.

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