Skandal! Zomias Gebot zum Kauf der Brammerfläche abgelehnt!

Vor einigen Tagen erreichte uns die niederschmetternde Nachricht, dass die Freie und Hansesstadt Hamburg das durch die von uns beauftragte Konzeptagentur SuPA.urban – Substandard Protection Area – abgegebene Angebot zum Kauf der Brammerfläche abgelehnt hat!

Wir haben alles probiert, sind extra vorab auf einen Teil der Brammerfläche gezogen, haben Kampfmittel geräumt, Finanzzusagen zusammengekratzt, uns im strömenden Regen von der Bildzeitung fotografieren lassen, Bürgerbeteiligung nur zur Akzeptanzbeschaffung durchgeführt und mit allem unnötigen Ernst in der Welt der Konzeptkriterien und Wertungsmatrixen mitgespielt.

Und wofür? Keine acht Tage nach Abgabe unseres ausgetüftelten Konzeptangebots schreibt der Landesbetrieb Immobilienmanagement, unser Gebot werde aus dem Verfahren geworfen! ACHT TAGE! Binnen acht Tagen wird doch normalerweise nicht einmal der Eingangsstempel auf die Umschläge gehauen! Wie soll denn eine Woche Behördenzeit genügen, den stadtgestalterischen Wert eines Wagenplatzes auf 8000 Quadratmetern Fläche mit dezentraler Energieversorgung, AnwohnerInnenparkplatz, Hospiz für sterbende Laster, studentischem Wohnen, Bandproberäumen, Verkehrsberuhigung, Kulturveranstaltungsfläche, Biergärten auf Wagendächern und hunderten weiterer Geniestreiche mobiler Stadtentwicklung angemessen wertzuschätzen?!

Kaum lassen wir uns in aller Naivität und Gutmütigkeit auf den „fairen und regulären Prozess“ eines städtischen Flächenverkaufs ein, schon müssen wir völlig unerwartet einsehen, dass wir so nicht weiter kommen! „Leider orientiert sich das von Ihnen vorgeschlagene Konzept nicht an (..) der (..) Grundidee einer Neubebauung der Brammerfläche mit einem Gebäude“ wird uns vorgehalten.

So ein Quatsch – selbstverständlich hätten wir jederzeit unsere Holzschuppen zu Gebäuden umdeklariert, um auch dieser innovativen Grundidee Genüge zu tun. Allein – wir werden „daher im weiteren Verfahren nicht mehr berücksichtigt“! Da können wir das schriftlich erbetene Verständnis partout nicht aufbringen und kehren von unserem Ausflug in die verheißungsvolle Welt immobilienwirtschaftlicher Hochglanzangebote zurück in unsere Substandardbehausungen. Dort festigt sich die langjährig gewachsene Überzeugung, die nicht zuletzt der von uns engagierte Experte von SuPA.urban auf der Pressekonferenz verkündete: „Wagenplätze hat es in dieser Stadt nie wegen, sondern immer trotz Stadtplanung gegeben!“ Tja, immobile Stadt Hamburg – wir haben es ja wirklich anders gewollt. Ihr offensichtlich nicht.

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