Einladung: Erste Regenschirmvokü Hamburgs!

Vokü, 26.1. 19 Uhr!

…trotz schmuddeligem Winterwetter wollten wir Euch endlich mal wieder einladen, bei uns vorbeizuschauen! Es gibt leckere Vokü (Essen für Alle), eine wärmende Feuertonne, und ihr könnt unseren “Übergangsplatz” bestaunen, auf dem wir uns noch immer und derzeit ohne baldige Aussicht auf eine vernünftige langfristige Alternative befinden.

Packt Eure Regenschirme ein und kommt vorbei! (Wegbeschreibung)

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15. Januar ist passé – wie steht’s?

Die Debatte um den Wagenplatz Zomia und damit stellvertretend um die Frage, ob alternative Wohnformen in einer Stadt wie Hamburg akzeptiert werden, scheint in den letzten Wochen etwas in den Hintergrund getreten zu sein. Zumindest sind die Wochen, in denen Abendblatt und Mopo täglich eine neue Runde in dem Konflikt “Schreiber versus Zomia” erzählen wollten, vorbei. Für das persönliche Leben auf dem Platz ist dies zum Einen sehr angenehm: Weder morgens um sieben von Streifenpolizisten mit “Überwachungsauftrag” begrüßt zu werden, noch beim Heimweg zwischen SBahn und Wagenplatz immer mal wieder abgefangen und durchsucht zu werden, und auch nicht regelmäßig das nächste Kamerateam urplötzlich das eigene Wohnzimmer filmend zu erleben – all das kommt unserer Vorstellung eines Wagenplatz-Zuhauses ein ganzes Stück näher.

Zum Anderen offenbarte der Konflikt um Wagenplatz Zomia während der Zeit in Wilhelmsburg auch die katastrophale Stadtpolitik und Vorstellungen des Bezirks Mitte, insbesondere des Amtsleiter-Sheriffs Markus Schreiber. Auch diese Debatte ist momentan weniger präsent – doch lange nicht vorbei. Markus Schreiber ist noch immer Bezirksamtsleiter, und der Bezirk Mitte lebt weiterhin seine absurden Vorstellungen von Norm und Repression aus. Derzeit werden insbesondere die Sexarbeiterinnen in St. Georg kriminalisiert und in ihrer Arbeit gehindert; das Bündnis “Recht auf Straße!” wehrt sich mit Infoveranstaltung und Kundgebung gegen die Repression.

Beim Wagenplatz Zomia setzt sich die Auseinandersetzung um die Perspektive fort: Nach dem Umzug auf die Übergangsfläche am Holstenkamp in Altona ist die Altonaer Bezirksverwaltung und Politik im wöchentlichen Gespräch mit uns, um ihre Zusage eines langfristigen Platzes einzuhalten. Bis zum 15. Januar sollte dieser, von uns akzeptierte Standort gefunden worden sein – das ist nicht geschehen. Zu Beginn der Gespräche lagen die gegenseitigen Vorstellungen, wo und wie ein möglicher Wagenplatz gelegen sein könnte, sehr weit auseinander. Es ist der politische Teil des Projektes Zomia, eine ungewöhnliche Wohnform als städtisches Phänomen zu verankern – als sichtbarer Bruch mit dem Standard aus Stein und Beton. Großstädte sind widersprüchliche Orte, und Zomia ist ein Teil dieser Widersprüchlichkeit: Ein Wagenplatz passt weder in die Vorstellung einer genormten und nach ökonomischen Verwertungskritierien optimierten Stadtlandschaft, noch in die Idee absoluter Kontrolle und väterlicher Vorgaben, wie Wohnen und Leben auszusehen haben.
Aus dieser Überlegung heraus sehen wir den Wagenplatz Zomia als Projekt, welches nicht an den Stadtrand oder in einen städtischen Nichtort ohne jegliche Wahrnehmung abgeschoben werden darf. Gleichzeitig können wir uns als Bewohnerinnen und Bewohner aus individuellen Gründen auch kein Leben in kleinbürgerlicher Welt aus Einfamilienhaus, Vorgarten und Doppelgarage vorstellen – wir haben viel Zeit unserer Leben in Wilhelmsburg verbracht; mitten drin im chaotischen, dichten und wilden Teil der Metropole.
Beim letzten Gespräch zwischen Zomia und dem Altonaer Bezirk waren wie üblich neben stellvertretenden Bezirksamtsleiter, Bauabteilung, Altonaer Bauwagenbeauftragtem auch die Vertreter der verschiedenen Bezirksfraktionen vertreten. Die ehemals zweistellige Liste potentieller Standorte wurde nach Prüfung der Eignung durch den Bezirk (Verfügbarkeit, Eigentümer, Bebauungsplanungen, politischer Willen, etc.) und durch uns (Besichtigung: Größe, Lage, Nachbarschaft, Anbindung, etc.) nach und nach reduziert: Weder erschienen uns Standorte in Iserbrook ernsthaft als Platz für Zomia geeignet, noch akzeptierte die Altonaer Verwaltung einige unserer Vorschläge, weil dort demnächst Gewerbebebauung oder andere Nutzungen eingeplant waren. So bleiben eine handvoll konkreter Vorschläge in der Prüfung – momentan ist für uns weiterhin offen, ob die Altonaer Verwaltung und Politik ernsthaft Willens ist, für den Wagenplatz Zomia als städtisches Projekt und Wohnform eine längerfristige Perspektive zu akzeptieren. Diese Entscheidung bleibt eine Politische.

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Silvester

Liebe Blogleserinnen und Blogleser!
Kurz vor dem Jahreswechsel gibts auch noch ein paar frische Zeilen auf Eurem Lieblings-Wagenplatz-Blog der großen wilden Stadt. Wir stehen nun seit 25 Tagen abgeparkt auf einem Stück Rasen vor dem Seniorenzentrum Bahrenfeld; zwischen Autobahn und Friedhof. Alle wissen: Hier werden wir nicht bleiben; hier wird Zomia keine Zukunft haben.
Das weiß auch die Altonaer Bezirksregierung und Bezirksverwaltung – deswegen gibt es jeden Freitag eine Besprechung, um einen längerfristig geeigneten Standort zu finden. Auch wenn die Bereitschaft von Altona, sich ernsthaft mit Zomia auseinander zu setzen, sicherlich höher ist als die von Schreibers Bezirk Mitte: Eine Lösung oder gar ein bald anstehender Umzug auf einen richtigen Platz ist noch nicht konkret. Der Bezirk ist groß und die Stadtgrenzen sind weit – in Rissen, Iserbrook oder Lurup gibt es viele brache Wiesen, wo der Wagenplatz schön ausserhalb des städtischen Horizonts abgestellt wäre. Zomia ist jedoch ein städtisches Projekt, auch im städtischen Teil Altonas gibt es Flächen, auf denen ein Wagenplatzprojekt möglich ist. Dort gibt es Konkurrenz: Ökonomische Verwertbarkeit ist das Zauberwort, das auch durch die letzten Amtsstuben und stadtplanerischen Hochglanz-Animationen fegt.
Warum einen Wagenplatz auf der seit 15 Jahren ungenutzten städtischen Brache zulassen, wenn sich bestimmt irgend wann irgend ein Investor für den nächsten Büroturm findet? Wenn dies zum obersten Primat der Stadtpolitik gemacht wird, haben alternative Wohnformen, unkommerzielle Freiräume und das, was nicht wert- und imagesteigernd ist, keine Zukunft.
Mitten in dieser Diskussion stecken – wie so viele – momentan auch wir mit dem Wagenplatz. Auch wenn die Politik durchaus signalisiert, auch die zentral gelegenen Orte zu prüfen: Ein Ergebnis steht bislang aus. Der Masstab der Prüfung bleibt abzuwarten. Wie geht es nun weiter? Im Januar gehts weiter mit dem Sprechen – bis dahin sollte sich klären, inwieweit Zomia als städtisches Projekt akzeptiert werden wird, oder im Off im Gelände gelandet sein wird. Momentan sind weiterhin einige mögliche Standorte in der Prüfung und Diskussion. Ob bis zum 15. Januar ein – wie vom Bezirksamt Altona zugesagt – dem Konzept des Projekts entsprechender längerfristiger Standort gefunden sein wird, bleibt vorerst offen.

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Danke für die Kröten…

Ein riesengroßes Dankeschön ans AJZ Bielefeld und den Bielefelder Wagenplatz Wagabanda für die dick und fett gefütterten Solikröten aus der “AJZ Club! meets Wagabanda” Electrosause im Sommer!

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Schöne Grüße & Glückwunsch nach Berlin..

Ende November mußte die Wagengruppe Rummelplatz aus Berlin wegen Insolvenz des Flächeneigentümers ihren Standort verlassen. Kurzfristig hatten die Wagenleute eine Freifläche an der Rummelsberger Bucht besetzt. Nun wurde 22 Tage später ein Mietvertrag zwischen Wagenplatz und Berliner Liegenschaftsfonds für einen neuen Standort abgeschlossen. Mitten in der City, zwischen Mitte und Friedrichshain, gibt es einen neuen alten Wagenplatz!

„Mit der Vermietung kommen wir der Aufgabe nach, künftig verstärkt soziale Belange zu berücksichtigen und schwer verkäufliche Immobilien gemeinnützigen Gruppen oder Personen zur Zwischennutzung zu überlassen“, sagt der Chef des Liegenschaftsfonds. Bislang ist der Vertrag auf 6 Monate befristet; die erste Reaktion der Rummels und die Pressemitteilung des Fonds klingen aber so, dass wir uns freuen: Herzlichen Glückwunsch nach Berlin!

access all areas - Kundgebung.. von der access-all-areas-Kundgebung am Hauptbahnhof.

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24.12. Soliparty Rote Flora

roots, reggae + dub – mit steppin warrior, rebel youth + king sharas tonsystem

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wagen-platz bis 17.12. suchen und finden:

platz für sechsten wagenplatz bis 17.12. gesucht – jetzt mitmachen und “gewinnen”!
stadt-checker_innen, hinterhof- und vorgarten_robber_innen, leerstands- und brachflächen-kenner_innen gesucht! gemeinsam wissen wir mehr.

unterstützt die suche nach einer geeigneten fläche für den sechsten
wagenplatz in hamburg. am 17.12. soll im rahmen des aktionstages access all areas das ergebnis öffentlichkeitswirksam präsentiert werden. dem argument, es gäbe keinen raum für einen weiteren wagenplatz öffentlich die grundlage entziehen und flächen nennen!

infos und mitmachung unter: http://accesscheck.blogsport.eu/

! gewinn: schlägt eine person die fläche vor, die später tatsächlich der
wagenplatz werden wird, gibt es einen total krass mega attraktiven preis zu gewinnen, der gerade noch ausgecheckt wird (sowas wie ein
wagenplatz-wellness-reise-wochenende…) !

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Access all Areas in Berlin: Wagenplatz Rummelplatz

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Drei Fragen und drei Antwortversuche

Warum seid ihr umgezogen, lautet die Frage der letzten Tage? Die Antwort ist kompliziert und ein Konglomerat des Prozesses im letzten Jahr. Es geht uns von Beginn an um einen neuen Wagenplatz in Hamburg. In den letzten Woche ging es viel um die Frage: Welche Perspektive hätte ein solcher nach einer gewaltsamen Räumung in Mitte? Wir woll(t)en bis zum Schluss nicht glauben, dass ein Markus Schreiber mit seiner Recht- und Gesetz-Rhetorik und seiner generellen Hetze gegen Wagenleben die regierungspolitische Rückendeckung in Hamburg bekommt, die er nun erhalten hat. Es ist für uns auch jetzt noch absurd, dass die einzige Reaktion auf einen juristisch genehmigungsfähigen Wagenplatz auf einer Fläche gegen die „fachbehördlich“ nix spricht
(BSU Januar 2011, Oktober 2011) im Bezirk Mitte eine Räumung sein soll. Klarzustellen, dass dies nicht der adäquate Weg für eine rhetorisch so „offene“, „alternative“, „tolerante“, „nachhaltige“ und „sozialdemokratische“ „Metropole“ ist, wäre ein leichtes gewesen. Bis zum Schluss hat der Senat öffentlich
geschwiegen um dann zum finalen Showdown im Altonaer Rathaus hinter geschlossenen Türen eine Erklärung verlesen zu lassen : „Die Freie und Hansestadt Hamburg“ machte eine Ansage „von ganz oben“: „Sofort“ bis
„unverzüglich“ habe Zomia sich auch dem Holstenkamp einzufinden (dort und nirgendwo anders in der Stadt). Andersfalls würde die „Freie und Hansestadt Hamburg“ sich mittels jeglicher öffentlicher Stelle, Fläche, Amt oder Verwaltung auch nur einem Gespräch mit Zomia verweigern. „Jedes weitere Gespräch wird nur geführt, wenn sie vom Holstenkamp anreisen“. Und Schreiber würde seine heiß ersehnte und notwendige innenbehördliche Genehmigung und seine Wagenplatzräumung endlich bekommen – die er in Wilhelmsburg auch schon beim örtlichen Bauhof terminiert hatte. Zuvor hatte es immer neue Räumungsultimaten in immer kürzeren Abständen gegeben, medial verwurstet in zunehmend martialischer Sprache, nicht nur vom Bezirk Mitte, sondern passend abgestimmt auch vom Bezirk Altona. „Denken Sie nicht, dass Sie einen Keil in die Hamburger SPD treiben können“ hieß es, wenn nicht gerade betont wurde, dass selbstverständlich kein Zusammenhang oder gar gewisse wechselseitige Beziehungen zwischen den Hauptsache SPD-regierten Bezirke und dem SPD-Senat bestehen. Warum Altona Ultimaten ausgesprochen hat, warum ein Umzug plötzlich so schnell gehen musste, warum der Holstenkamp? Da muss mensch wohl die SPD fragen.

Was ist das da mit dem Holstenkamp, ist eine weitere Frage. Die Fläche ist für einen Wagenplatz ungeeignet. Nicht nur, dass dort bereits Mitte Dezember Bauarbeiten beginnen, ein Abriss Anfang Januar und
Neubauten für sozialen Wohnungsbau direkt danach: Zomia ist mit ihrem neuen Standort genau vor dem Haupteingang des Pflegezentrums Lutherpark gelandet, zwischen Laternen und Parkbänkchen auf der
Spazierwiese. Bis 15. Januar soll aber eine längerfristige Lösung in Altona, evtl. auch in anderen Bezirken gefunden sein.
Und: Glaubt ihr wirklich daran? Einerseits: Nachdem machtvollen Prozess, der uns an den Holstenkamp gebracht hat, nach Hamburger Machtspielchen deluxe sind wir skeptisch. Auch als Zomia zur ersten Ortsbegehung auf der neuen Fläche eintraf, offenbarte sich die Vorgehensweise Hamburger Politik: Das direkt anliegende Pflegeheim wusste nichts von seinem Glück, Flächenverwalter_innen waren zum Termin nicht eingeladen und die Stadt hatte in Zusagen über Häuser verfügt, die ihr nicht gehören, sondern zum Beispiel dem Projekt „Hütten und Paläste“.
Anderseits: Es gibt die öffentliche Zusage, einen längerfristigen Platz zu finden, dafür wurde ein Prozess mit einem wöchentlichen Treffen am Freitag in Altona initialisiert. Darüber hinaus gibt es aber auch einzelne Personen in Politik und Verwaltung unabhängig ihrer Parteizugehörigkeit, die aktuell verschiedene Flächenoptionen suchen und prüfen. Wie wohlwollend diese Optionen und Luftblasen von Entscheider_innen behandelt werden, wird sich erst am Ergebnis beurteilen lassen. Und unabhängig davon: beeinflusst öffentliche Meinung und Solidarität die Chancen für einen sechsten Wagenplatz.

Über Vorschläge/Ideen für Flächen, Plätze oder Hinterhöfe in Altona aber auch in anderen Bezirken (nicht Mitte…) sind wir dankbar.

Ist das Glas leer und alles vorbei oder ist das Glas halbvoll, weil es einen sechsten Wagenplatz in Hamburg gibt? Diese Frage denken wir nun mit einem „sowohl als auch, wir werden es noch sehen“ beantwortet zu
haben.

Update: viele weitere Fragen, und viele weitere Antwortversuche hat Utopie TV am vergangenen Wochenende in einem sehr ausführlichen Videobeitrag zusammen gestellt:

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Zomia ist umgezogen

Nun ist es soweit: Gestern wurde ein letztes Mal die Harke auf der Einfahrt zur “alten” Zomia-Fläche am Honartsdeicher-Weg angesetzt und noch ein paar Kronkorken aus dem Gras gefischt. Der Umzug ist abgeschlossen und das provisorische Übergangsdomizil am Holstenkamp 119 mit unseren Gefährten bestückt.
Dies fiel nicht Allen leicht, denn jeder/m ist klar: Eine Fläche zu finden, die annähernd so gute Voraussetzungen bietet wie die in Wilhelmsburg, wird mehr als schwierig. Schon im Vorfeld wurde die Fläche als ungeeignet eingeschätzt (siehe Beiträge der letzten Woche unten). Und tatsächlich gibt es von Anfang an die Probleme mit dem neuen Ort am Holstenkamp (siehe auch unten).
Wie geht es weiter?
Am letzten Freitag gab es ein erstes “Jour Fixe”, also ein Treffen aller, die von offizieller Seite mit der Suche einer dauerhaften Fläche für den neuen sechsten Wagenplatz in Hamburg beschäftigt sind: Der Bezirksamtsleiter von Altona und sein Vetreter, ein Bauwagenbeauftragter, mehrere Menschen aus der Arbeitsebene der Altonaer Verwaltung (Baurecht, Wirtschaftsförderer, Stadtplanung etc.), die VertreterInnen der einzelnen Fraktionen der Bezirksversammlung sowie Zomia und unsere Vertrauensperson. Es wurde sich darauf verständigt, wie sich alle Beteiligten eine Zusammenarbeit vorstellen um möglichst “konstruktiv und effizient” eine “einvernehmliche” Flächenlösung nach dem Holstenkamp zu finden. Wichtiger Punkt: Eine Fläche wird erst zur Überprüfung an die Arbeitsebene der Verwaltung weitergeleitet beziehungsweise als potenziell möglicher Wagenplatz-Standort in Betracht gezogen, wenn auch Zomia ihn als geeignet akzeptiert.
Die Zeit drängt: Mitte bis Ende Januar wollen und müssen wir von der aktuellen Fläche runter sein, um nicht zwischen den Baustellen zu versauern und den geplanten sozialen Wohnungsbau auf unserem aktuellen Standort zu verzögern.

Zomia beteiligt sich selbstverständlich aktiv an einer Flächensuche und bittet alle UnterstützerInnen und Interessierte uns hierbei zu helfen. Wenn Ihr einen Ort kennt, der Euch geeignet erscheint, gebt uns per e-Mail Bescheid oder sprecht uns persönlich an. Wir nehmen jeden Vorschlag gerne für uns auf und tragen ihn dann gegebenenfalls weiter ins “Jour Fixe”.

Also: Es gibt einen neuen Wagenplatz in Hamburg. Der ist erstmal nicht im Bezirk Mitte, weil die “Freie und Hansestadt Hamburg” in ihrer aktuellen Regierungskonstellation dem Bezirksamtsleiter Schreiber in seiner persönlichen Haltung gegen Wagenplätze den Rücken stärkt. Doch wir kämpfen weiter für einen bestmöglichen neuen Standort, der das gemeinsame Leben im Wagen mitten in unserer Stadt möglich macht.

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Wohin soll Zomia? Ortsbegehung am Holstenkamp macht’s nicht einfacher.

Am vergangenen Donnerstag hat sich der Wagenplatz Zomia entschieden, nicht den Irrsinn einer Räumung hinzunehmen, sondern vom jetzigen perfekt geeigneten Standort in Wilhelmsburg zum Bahrenfelder Holstenkamp umzuziehen. Dort soll Zomia nun bis spätestens 15. Januar bleiben – bis dahin soll eine langfristig geeignete Fläche gefunden worden sein. Der Umzug hätte eigentlich schon am Wochenende stattfinden sollen. Da sich aber bereits im Vorraus einige Widrigkeiten abzeichneten, fand heute zunächst einmal eine Ortsbegehung statt.
Zomia hatte zu dem Termin mit einem Vertreter des Bezirksamtes weitere Beteiligte eingeladen: Den Leiter des angrenzenden Seniorenzentrums, Mitarbeiter_innen der Flächenverwaltung, und außerdem waren Planer_innen des angrenzenden Projekts “Hütten und Paläste” dazugestossen. Diese Einladung erwies sich als gute Idee, denn zum Beispiel war das Seniorenzentrum bislang noch überhaupt nicht vom Bezirk informiert worden und gar nicht begeistert. Der Abriss des Hauses, in dem eigentlich Sanitäranlagen zugesagt worden waren beginnt Anfang Januar, ein Neubau schon Mitte Dezember, und der Neubau von 4 weiteren Häusern (unter anderem genau dort wo Zomia hinsoll) ist zügig nach dem Abriss geplant. Wie soll das gehen? Das fragten sich alle Anwesenden, über deren Köpfe hinweg Zomia mit höchstem Zeitdruck ab heute auf den Holstenkamp gesetzt werden soll. Weiterer Tiefpunkt: Dass bis Januar eine langfristige Lösung für Zomia gefunden wird, glaubt keiner – nicht mal der Vertreter des Bezirkamts.

Zusagen des Bezirks Altona (24.11.2011)

Hintergrund:

*Das Seniorenzentrum “Pflegen & Wohnen Lutherpark”* wusste bisher nur aus der Zeitung, dass auf der kleinen Wiese direkt vor dem Haupteingang und den Fenstern der Bewohner_innen umrahmt von Bänken und Laternen ein Wagenplatz entstehen sollte. Der auf diese Information hin von Zomia spontan zum Ortstermin gebetene Direktor der Einrichtung Gerd-Rüdiger Kollien hat grundsätzlich nichts gegen Wagenplätze, nur: Direkt sichtbar und direkt neben Einfahrt und Eingang des Pflegeheims auf der Spazierwiese hat er massive Bedenken, die er nun mit dem Träger besprechen will. Weiterhin merkt er an, dass ein Bauvorhaben des
Pflegeheims direkt neben der Wiese bereits Mitte Dezember starten wird.

*Das Wohnprojekt “Hütten & Paläste”, geplant von Stattbau Hamburg, verfügt bereits jetzt über einen großen Teil des ehemaligen “Fördern und Wohnen”-Geländes durch eine Anhandgabe der Finanzbehörde. “Unverständlich” sei es, dass für das auf ihrem Gelände befindliche “Haus 4″ die Nutzung von Sanitäranlagen sowie zunächst der Einzug von Zomia im Gespräch gewesen sei. Diese Verplanung ihres Geländes hätte Stattbau auch aus der Zeitung entnommen, dies sei ausgeschlossen.

*Fördern und Wohnen AöR* verwaltet den Rest des Geländes sowie die darauf befindlichen Häuser und ist quasi öffentlich. Das für die Nutzung von Sanitäranlagen im Gespräch gewesene Haus 9 wird Anfang Januar 2011 abgerissen, damit ist auch die direkt angrenzende Wiese nicht benutzbar. Davon abgesehen sind Sanitäranlagen im abrissreifen Haus nicht wieder herstellbar. Die anderen Häuser (Wohnprojekt Holstenpunx) sind in normalen Mietverhältnissen und Wohnungen vermietet, die Mitbenutzung von sanitären Anlagen in Privatwohnungen kommt selbstverständlich nicht in Frage. Nach dem Abriss des Haus 9 plant Fördern und Wohnen den zügigen Bau von 4 weiteren Häusern für Sozialwohnungen auf der Wiese vor dem Pflegeheim.

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Kurzinfo

Stand der Dinge momentan auf Indymedia.

Aufgrund einiger Verwirrung durch die Info, wir würden an den “Holstenkamp 4″ umziehen, hier ein Blick auf die “Interimsfläche” von oben – die Adresse ist ungefähr Holstenkamp 119, auf dem Gelände des Pflegezentrums Bahrenfeld scheint die Fläche jedoch die geheimnisvolle “Nummer 4″ zu sein.

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weitere Gespräche in Altona

Nachdem die Bezirksversammlung in Altona gestern durch das Thema “Zomia” gesprengt wurde, werden die Gespräche heute fortgesetzt. Es gibt heute Nachmittag einen runden Tisch zum Thema “Zomia und Altona”. Dabei sein sollen alle Fraktionen der Bezirksversammlung Altona und Zomia – Vertreter_innen. Die Situation ist weiterhin nicht entspannt, weitere Infos folgen so schnell wie es uns möglich ist.

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Aktuelle Lage und Krisengespräche in Altona

Wir waren heute bei der Altonaer Bezirksversammlung, die sich zu einem Krisengespräch zwischen Zomia, den Franktionsvorsitzenden und Verwaltung entwickelte. Dieses Gespräch ging gerade erst zu Ende und wir gehen davon aus, dass morgen nicht geräumt wird – bleibt jedoch bitte trotzdem wachsam. Also legt das Handy unters Kopfkissen und habt eine schöne Nacht. Weitere Infos zu Altona und Co gibts morgen.

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